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Diese Geschichte spielt in Riparo Gaban (Martignano, Trient), einem Ort, der vom Mesolithikum bis zur Bronzezeit fast durchgehend besiedelt war. Die Geschichte von Lin und Intaro spielt an der Übergangszeit zwischen Mesolithikum und Neolithikum, als die traditionelle Jagd und das Sammeln von Wildpflanzen allmählich durch Ackerbau und Viehzucht ersetzt wurden, vermutlich durch die Ankunft fremder Gruppen mit neuen Lebensweisen und Technologien. Die Bewohner von Riparo lebten von der Jagd, dem Fischfang, dem Vogelfang und dem Sammeln von Wildfrüchten und Süßwassermuscheln. Die ersten Haustiere tauchten relativ spät auf. Zahlreiche Kunstgegenstände wurden an der Stätte gefunden, darunter Muscheln, eine fischförmige Knochenplakette, eine Figur mit Hirschkopf und eine weibliche Figur („Venus“), die wahrscheinlich mit einem Ackerbaukult in Verbindung steht. Zu den weiteren Funden gehören eine Keramik-Pintadera (Stempel) und ein durchbohrter und mit Ritzungen verzierter menschlicher Knochen, der als Musikinstrument interpretiert wird (die berühmte „Gabanische Flöte“, eine Art Trompete).
Texte von Giorgia Cappelletti
Illustrationen von Erica Patauner
MUSE Publishing Project, Wissenschaftsmuseum